Die Geburt ist ein tiefgreifendes körperliches und emotionales Ereignis. Viele werdende Mütter erleben in den Wochen danach eine Kombination aus Erschöpfung, hormonellen Umstellungen, Schlafmangel und körperlicher Regeneration.
Gerade in dieser Phase kann Massage nach der Geburt des Baby eine wertvolle Unterstützung sein, um Heilungsprozesse zu unterstützen und Entspannung zu fördern. Doch häufig stellt sich die Frage: Ab wann ist Massage im Wochenbett eigentlich in Ordnung und erlaubt? Welche Behanldungsmethoden sind geeignet und worauf sollte man achten?
Massage im Wochenbett – was sagt die Wissenschaft?
Studien zeigen, dass Massagen im postpartalen Zeitraum vielfältige positive Effekte haben können. So kann manuelle Massage kurz nach der Geburt dabei helfen, das Auseinanderstehen der Bauchmuskeln zu verringern, den Bauchumfang und Rückenschmerzen zu reduzieren und gleichzeitig das seelische Wohlbefinden zu verbessern. Neben der körperlichen Entspannung und der Reduktion von muskulären Verspannungen konnte in klinischen Untersuchungen auch eine Verbesserung von Schlafqualität, Stimmung und generellem Wohlbefinden nachgewiesen werden. Besonders interessant ist der Einfluss auf Stresshormone: Massagen können den Cortisolspiegel senken und gleichzeitig die Ausschüttung von Serotonin und Oxytocin fördern. Besonders das Hormon Oxytocin spielt nach der Geburt eine wichtige Rolle – es unterstützt nicht nur die Bindung zwischen Mutter und Kind, sondern fördert auch die Rückbildung der Gebärmutter.
